Montag, 24. November 2008

Emmer (Zweikorn)

Emmer (Zweikorn) gehört neben dem Einkorn zu den ältesten heimischen Getreidearten. Der Anbau läßt sich bis um 3.000 v.Chr. zurückverfolgen. Die Pflanzen selbst stammen aus dem Vorderen Orient und werden dort seit mindestens 10.000 Jahren kultiviert.

Diese Urformen des Weizens wurden bei uns noch bis in die Mitte dieses Jahrhunderts hinein vereinzelt angebaut, bevor sie völlig in Vergessenheit gerieten. Ganz aktuell wurden sie vor wenigen Jahren von einigen engagierten Biobauern für die deutsche Landwirtschaft wiederentdeckt. Diese erkannten ihren Wert als alte, anspruchslose Kulturpflanzen
gerade auch für nährstoffarme Standorte, wo mit Weizen kein nennenswerter Ertrag mehr zu erzielen ist.
Einkorn und Emmer sind besonders für die ökologische Landwirtschaft geeignet, da sie sich mit Gründüngung begnügen.
Emmer ist mit dem Hartweizen verwandt und ergibt kräftiges Mehl. Er eignet sich aufgrund seiner höheren Kornhärte und Glasigkeit besonders für die Verwendung als Graupen und Gries, sowie zur Herstellung von Teigwaren, aber auch für Griesbrei.

Emmer und Einkorn sind auch als Einlage in Suppen und Eintöpfen vorzüglich. Ebenso können sie, wenn 24 Stunden eingeweicht und angekeimt, als wertvolle Rohkostzutat in Salaten beigemengt werden. Das Korn hat in diesem Stadium den höchsten Gehalt an Nährstoffen.

Beide Getreidesorten (Einkorn und Emmer) fand ich auch im Internet unter http://www.gruenertiger.de/


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