Donnerstag, 27. November 2008

Verstopfung

Eine Verstopfung kann sich je nach Schweregrad durch unterschiedliche Symptome äußeren. Anfangs leiden die Personen unter Völlegefühl und allgemeinem Unwohlsein und der Bauch kann aufgebläht sein. Häufig ist der Stuhlgang schwierig, schmerzhaft, und es werden meist viele kleine, harte Kotportionen ausgeschieden ähnlich den Hasenkötteln.

Auch nach dem Stuhlgang hat man das Gefühl, dass noch viel im Darm steckt. Frauen leiden besonders häufig unter Verstopfung. Ursache ist hier oft eine Beckenbodenschwäche, etwa durch schwere Geburten oder Unterleibsoperationen. Bei Frauen sind oft Hormon-schwankungen vor der Regel oder in den Wechseljahren schuld. Auch viele Medikamente (z. B. Eisenpräparate) haben Verstopfung als Nebenwirkung. In unserer hektischen Zeit ist eine ungestörte Stuhlentleerung nicht mehr selbstverständlich. Durch Mangel an Ballaststoffen, Flüssigkeit und Bewegung sind ein wichtiges Thema. Aber auch Stress schlägt bei vielen Menschen auf den Darm, legt ihn regelrecht lahm.

Dreimal am Tag Stuhlgang zu haben ist genauso normal wie dreimal pro Woche. Von Verstopfung sprechen Ärzte erst, wenn man seltener als dreimal pro Woche den Darm entleeren kann – und das über Wochen.

Es sammeln sich keine Gifte im Körper, wenn man nicht aufs Klo kann. Der Stuhl besteht aus unverdaulichen Nahrungsresten, vor allem Pflanzenfasern und abgestorbenen Darmzellen. Angeblich wurden noch nie Giftstoffe aus dem Darm im Körper nachgewiesen worden. Fest steht allerdings, dass man sich bei Verstopfung ziemlich schlecht fühlt. Es können Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Druck- und Völlegefühl, Mundgeruch oder Appetitlosigkeit auftreten.


Zum Glück gibt es ja hilfreiche Hausmittel:
Morgens und nachmittags sanft den Bauch im Uhrzeigersinn fünf Minuten lang massieren.

Mir hilft es, wenn ich morgens ein großes Glas stilles, lauwarmes Wasser auf nüchternen Magen trinke. Hier muss ich auch nicht auf irgendwelche Unverträglichkeiten achten.
Wer Apfelessig verträgt kann einen Esslöffel davon ins Wasser geben. Dies soll die Wirkung noch verstärken.

Zum Frühstück Müsli mit einem Esslöffel Leinsamen und ein bis zwei Teelöffel Milchzucker essen (Achtung: Auf Unverträglichkeiten achten)

Vor dem Mittagessen ein Glas Sauerkrautsaft trinken oder über den Tag verteilt einige Gabeln voll rohes Sauerkraut essen (Achtung: in Sauerkraut ist Milchsäure)

Abends vier bis fünf getrocknete Feigen oder Pflaumen in einer Tasse Wasser einweichen. Diese abgedeckt bei Zimmertemperatur über Nacht stehen lassen. Die Früchte am nächsten Morgen essen und das Einweichwasser mittrinken.

Wichtig ist eine ballaststoffreiche Ernährung und täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen (kein Alkohol)

Bewegung unterstützt unsere Verdauung. Täglich mindestens 30 Minuten Bewegung tun uns gut.

Regelmäßige Toilettenzeiten kann man trainieren! Zum Beispiel immer morgens nach dem Frühstück auf die Toilette gehen. Wichtig: Setzen Sie sich nicht unter Druck! Lassen Sie sich ruhig zehn Minuten Zeit und entspannen Sie sich.

Abführmittel sollten so kurz wie möglich genommen werden. Also ohne ärztlichen Rat höchstens zwei Wochen.

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