Dienstag, 13. Januar 2009

Allergene in Haarfärbemittel

Es gibt kaum ein Mädchen oder eine Frau, die noch nie zur künstlichen Haarfarbe gegriffen hat. Mittlerweile dürfte aber allen bekannt sein, dass es sich bei Haarfärbemitteln um Chemie-Bomben handelt. Trotzdem nehmen viele Frauen die Nebenwirkungen in Kauf, nur um mit der Mode zu gehen oder die ersten grauen Haare abzudecken.

Hautärzte beobachten, dass die Zahl der Allergien auf Haarfärbemittel deutlich zugenommen hat. Dass viele dieser Produkte hochpotente Allergene enthalten, ist auch schon länger bekannt. Deshalb müssen die Packungen auch mit entsprechenden Warnhinweisen versehen sein. Aber viele Leute scheint das überhaupt nicht abzuschrecken.

Der chemische Inhaltstoff Para-Phenylen-Diamin (PPD) ist in einem Großteil der Haar-Färbemittel enthalten und beim Färben riskiert man eine lebenslange Allergie.

Para-Phenylen-Diamin (PPD) kann Juckreiz, Hautausschläge, Rötungen und Schwellungen im Gesicht, Hals und am Haaransatz auslösen. Diese Beschwerden können trotz Kortisonbehandlung noch Wochen und Monate anhalten. Wer bereits schlechte Erfahrungen mit PPD gemacht hat, sollte alle Produkte konsequent meiden, die diese Substanz enthalten.

PPD kann ausser in Haarfarben auch in dunklen Lederwaren und dunklen Textilien vorkommen. Aber auch Druckerschwärze, Fahrradgriffe oder Gummischläuche können PPD enthalten und eine allergische Reaktion hervorrufen.

Erst kürzlich wurde ich selbst von einer Friseurin angesprochen, dass ich meine Haare mal wieder färben sollte. Sie schaute mich entsetzt an, als ich dies verneinte und ihr von meinen Allergien erzählte. Und mal ganz im Vertrauen: mir gefallen die grauen Haare immer besser.

Auch auf Henna-Tattoos gibt es manchmal schwere allergische Reaktionen. Als ich mich beim Hautarzt nach Permanent-Make-Up erkundigte, riet mir die Arzthelferin davon ab, denn gerade im Gesicht fällt die Allergie besonders auf.

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