Freitag, 16. Januar 2009

Hausstaubmilben-Allergie

Die Hausstaubmilben-Allergie ist eine Überempfindlichkeit auf bestimmte Eiweiße des Kots der Hausstaubmilbe. Diese kleinen Tierchen ernähren sich von unseren Hautschuppen. Darum findet man sie besonders da, wo wir viele Hautschuppen verlieren, nämlich im Bett.

Milben produzieren ständig Kot. Im Laufe ihres zwei bis vier Monate langen Lebens etwa das 200-fache ihres eigenen Gewichtes. Dieser Kot trocknet ein, zerfällt in Staub und wird mit der Luft hochgewirbelt und von Menschen eingeatmet. - Wie ekelig - Die Staubteilchen bleiben dann an der Schleimhaut der Atemwege hängen. Dort reizen sie, verursachen anfangs eine geringe Reaktion. Aber nach einiger Zeit wird die Reaktion immer heftiger.

Allergiker reagieren mit Augentränen, laufender Nase, Niesanfällen und Husten, aber auch Asthma und Atemnot. Bestimmte Bestandteile des Milbenkots dringen unter Umständen sogar durch die Haut und können zu ständigem Juckreiz und Ausschlägen an der Haut führen (bei Neurodermitikern). Zu besonders heftigen Beschwerden, wie Niesanfällen oder Asthmaanfällen und Atemnot kommt es häufig nach dem Aufwachen oder beim Bettenmachen.

Hausstaub-Allergiker sollten auch bei Gerichten mit Meeresfrüchten vorsichtig sein. In Extremfällen kann es beim Genuss von Schalentieren zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen. Ursache dafür ist nach bisherigen Erkenntnissen das Eiweiß, das sowohl in Milbenkot wie auch in verschiedenen Meerestieren und Schnecken vorkommt.
Wenn vom Arzt eine Hausstauballergie diagnostiziert wurde, müssen die Ursachen dafür wirkungsvoll bekämpft werden. An erster Stelle steht dabei die Vermeidung des Kontaktes mit Milbenkot. Da sich Hausstaub und Hausstaubmilben niemals ganz beseitigen lassen, empfiehlt sich als Therapie in vielen Fällen eine Hyposensibilisierung. Hier wird über einen längeren Zeitraum eine kleine, langsam steigende Dosis des krankmachenden Allergens unter die Haut gespritzt. Bei Erfolg sind nach ca. 2-3 Jahren die allergischen Reaktionen fast vollständig verschwunden.

Die größte Anzahl an Milben sind im Bett zu finden. Es gibt inzwischen spezielle Matratzen- und Bettbezüge. Lassen Sie sich vom Allergologen ein Attest ausstellen und reichen Sie es bei Ihrer Krankenkasse ein. Die Kosten für meinen Matratzenbezug und den für das Bett meines Mannes wurden völlig problemlos komplett von der Krankenkasse übernommen. Die Milben fühlen sich im warmen Bett sehr wohl. Also lüfte ich das Schlafzimmer sehr gut, schüttle die Bettdecken gut aus und benutze auf keinen Fall eine Tagesdecke, denn sonst würden die Milben einen Freudentanz aufführen. Glattledersofas sind für Milben nicht sehr verlockend.

Für Staubsauger gibt es milbenkot- und pollendichte Mikrofilter aus. Öffnen Sie beim Staubsaugen alle Fenster und machen Sie Durchzug. Wir haben inzwischen alle Teppiche aus der Wohnung entfernt. Ich wische mindestens 3 mal die Woche feucht durch und es ist wirklich eine deutliche Verbesserung für mich. Natürlich gibt es auch Zeiten, wo ich das Aufwischen mal etwas vernachlässige. Die Quittung bekomme ich sofort mit Hustenanfällen und laufender Nase.

1 Kommentar:

Peter hat gesagt…

Ich habe ir vor einem Jahr auch endlich einen Allergiker Matratzenbezug gekauft. Seitdem schlafe ich bedeutend besser, auch wenn die Einschränkungen durch die Allergie dadurch natürlich völlig weg sind. Manchmal wache ich nachts immer noch mit Atemnot auf. Schade, dass ich das mit der Krankenkasse nicht wusste ich habe meinen Matratzenbezug komplett selbst bezahlt.