Donnerstag, 1. Januar 2009

Histamin im Wein

Histamin wird vor allem beim Verderb von Lebensmitteln gebildet und entsteht auch bei der alkoholischen Gärung. Die Ursache ist der Abbau von Eiweißstoffen durch Bakterien. Rotwein hat generell einen höheren Histaminwert. In der Regel drei bis viermal soviel wie Weißweine. Das kann auch an mangelnder Kellerhygiene oder unkontrollierter Gärung liegen. Dieses Amin verursacht typische allergische Reaktionen wie Kopfschmerzen und Übelkeit - also die bekannten Kater-Symptome.
Im Normalfall werden diese Stoffe im Darm und in der Leber zum größten Teil unschädlich gemacht. Nur bei Betroffenen von Histamin-Intoleranz sieht das anders aus. Es löst schlimme Migräne Anfälle aus, da schon sehr geringe Mengen Histamin zu pseudoallergischen Vergiftungserscheinungen führen.
Doch nun gibt es einen Lichtblick für Histamin-Intolerante Weinliebhaber: Histamin kann größtenteils, jedoch nie vollständig, mittels Bentonit entfernt werden. Bentonit ist ein tonhaltiges Gestein, das durch die Verwitterung vulkanischer Asche entstanden ist. Es wird im Weinbau für die Eiweiß- und Wärme-Stabilisierung eingesetzt. Auf diesem Weg wird dieser Eiweiß-Baustein entfernt. Ein äußerst geringer Histamingehalt ist ein Qualitätsmerkmal für einen Wein.

Wer kennt Weingüter, die histaminarmen Wein herstellen ? Für Informationen wäre ich sehr dankbar, da ich auch gerne mal ein Glas Wein genieße

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