Mittwoch, 11. April 2012

Gefahren durch Duftstoffe; Ohne Duft - Bessere Luft

Duftstoffe verursachen bei vielen Menschen allergische Reaktionen, Kopfschmerzen, Schwindel, verschwommenes Sehen, Asthmaanfälle, Übelkeit, plötzliche Aggression oder Depression, Konzentrationsstörungen ....

Behörden und Organisationen warnen seit Jahren vor Gesundheitsgefahren durch den zunehmenden Einsatz von Duftstoffen. Für Menschen mit Allergien auf Duftstoffe, für Asthmatiker und insbesondere für Chemikaliensensible sind Duftstoffe nicht nur ein unangenehmes Ärgernis, sondern sie können deren Aktionsradius im Alltag völlig einschränken. Duftstoffe gelten wissenschaftlich nachgewiesen für Asthmatiker wie auch für Menschen mit Chemikaliensensitivität als Auslöser Nummer Eins ihrer gesundheitlichen Beschwerden. Mein Asthmaspray benötige ich hauptsächlich während der Arbeit im Büro, da mir die Duftstoffe in Putzmitteln und Cremes wirklich die Luft zum Atmen nehmen.
Auch Schwangere und Chemotherapiepatienten reagieren in der Regel auf Duftstoffe. CSN hat auf Wunsch vieler chemikaliensensibler Menschen eine Informationskarte über die Gefahren von Duftstoffen erstellt, die zum Weitergeben gedacht ist.

Duftstoffe grenzen Mitmenschen aus
Für Betroffene können Parfums, duftstoffhaltige Waschmittel oder Weichspüler, nach denen Kollegen und Mitmenschen riechen, so schwere gesundheitliche Reaktionen auslösen, dass dies letztendlich zum Verlust des Arbeitsplatzes führt und zusätzlich gesundheitlich bedingt den Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben bedeutet.

Duftstoffe und Parfums sind gesundheitsschädliche Chemikaliencocktails
Ein Durchschnittsbürger fügt seinem Köper täglich rund 136 verschiedene Chemikalien zu, wenn er ganz normal wie fast jeder ein normales Shampoo, eine Creme, Bodylotion, Zahncreme, Haarspray und Deo verwendet. Wird noch ein Parfum oder Aftershave benutzt, können locker drei- bis sechshundert weitere Chemikalien auf den Körper einwirken. Eine Vielzahl dieser Chemikalien ist hochgradig gesundheitsschädlich. Diese können Krebs, Nerven- und Immunschäden, Geburtsdefekte, Allergien, usw. verursachen.

Chemikaliengeschwängerte Raumluft durch Duftstoffe auch in Putzmitteln
Diese Gefahren aus Duftstoff- und Chemikaliencocktails mutet ein Kosmetikbenutzer nicht nur sich selbst, sondern auch zwangsläufig seinen Mitmenschen zu. Sind in einem Raum beispielsweise mehrere parfümierte Personen, können rasch über 1000 Chemikalien und mehr auf alle Raumbenutzer einwirken. Aus Respekt vor der Gesundheit und dem Wohlbefinden seiner Mitmenschen, insbesondere die von bereits Erkrankten und Kindern, sollte daher jeder auf die Verwendung von Duftstoffen in der Öffentlichkeit weitgehend verzichten.

Weitere Hintergrund-Informationen erhalten Sie unter http://www.csn-deutschland.de/

Kommentare:

Eliane Zimmermann hat gesagt…

Das Tragische ist leider, dass diese Überempfindlichkeit gegen Duftstoffe vor allem mensch- und laborgemacht wurde. Wie ein grasendes pferd ist der Mensch seit Millionen mit vielfältigen Düften vertraut, sie weisen ihm den Weg zu heilenden Kräutern, zu bedarfsorientierter Ernährung ("worauf habe ich heute Appetit, was benötigt mein Körper in diesem Moment?") und sie weisen sogar den Weg zum genetisch passenden Partner. Mit der Herstellung von synthetischen Duftstoffen vor circa 150 Jahren (einer der ersten war der Vanilleduftstoff) hat der Mensch Duftmoleküle mit Chlormolekülen (und ähnlichen) verwoben. Der irritierte Körper konnte fortan seine Entscheidungen nicht mehr frei "der Nase nach" treffen. Und im Zuge der Sensibilisierung wurde er auch gegen natürliche Düfte hypersensitiv. Ich bin auch gegen den Overkill mit den hunderten von Duft-Chemikalien, die uns jeden Tag aufgezwungen werden, ich bin aber FÜR natürliche Duftstoffe, die Leben retten können, wenn sie beispielsweise bei resistenten Bakterien unwirksame Antibiotika unterstützen. Oder Kindern mit Hautproblemen eine lebenslange Anwendung von Cortison abnehmen. Wir sollten also differenzieren zwischen den Chemiebomben aus den Labors und den wundervollen Geschenken, mit welchen die Pflanzenwelt unser Leben bereichert... Grüße aus Südwest-Irland Eliane

Dinkelhexe hat gesagt…

Hallo Eliane, da bin ich ganz Deiner Meinung. Vielen Dank für Deinen sehr interessanten Kommentar

Bluhnah hat gesagt…

meine bronchien reagieren auch stark auf starke aftershave und parfumdüfte.
ich selber benutze nur cool water for woman oder ck one, die einzigen, auf die ich neutral reagiere.
düftkerzen etc sind aus der wohnung verbannt.