Donnerstag, 29. März 2012

Heuschnupfen Pollenallergie

Das erste Grün im Frühjahr bedeutet für die meisten Menschen Momente voller Aktivität und guter Laune ein. Für rund jeden fünften Deutschen aber kündigt sich eine harte Zeit an. Denn er ist auf die Pollen von Gräsern, Sträuchern und Bäumen allergisch. Heuschnupfen, wie die Pollenallergie auch genannt wird, macht den Aufenthalt draußen in der Natur zur Qual.

Typische Heuschnupfensymptome sind:
stark wässriger und fließender Schnupfen
verstopfte Nase durch die geschwollene Schleimhaut
heftige und häufige Niesattacken
Juckreiz
gerötete, juckende oder brennende Augen
Lichtempfindlichkeit und vermehrter Tränenfluss

Zusätzlich treten Beschwerden wie Juckreiz in den Ohren und im Mundraum, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder eine verstärkte Reizbarkeit auf.

Darunter leidet nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Leistungsfähigkeit des Einzelnen. Besonders schlimm ist es, wenn sich das Berufsleben in der freien Natur abspielt. Wichtig für Betroffene einer Pollenallergie ist, jede allergische Reaktion ernst zu nehmen. Asthma und andere Allergien drohen als Folgeerkrankungen.

Unternehmen können Sie einiges: Die Allergie bekämpfen

Sie können den Allergenen aus dem Weg gehen.
Die akuten Beschwerden mit Medikamenten lindern und mit einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) die Ursache der Allergie bekämpfen.

Informieren Sie sich anhand des Pollenflugkalenders und über die Polleninformationsdienste, wann "Ihre" Pollen am stärksten in der Luft vorhanden sind.

Stellen Sie Ihren Tagesrhythmus auf die Pollenhöchstwerte ein. Lüften Sie morgens, wenn der Hauptpollenflug für den Abend angekündigt ist.

In der Regel ist die Pollenbelastung in ländlichen Gegenden in den frühen Morgenstunden am höchsten, während in den Stadtgebieten die Hauptbelastung erst in den Abendstunden auftritt.

Schränken Sie Spaziergänge, besonders durch Wiesen und Getreidefelder, sowie Sport im Freien während der Pollenflugzeit ein.

Unterlassen Sie Gartenarbeiten wie Rasenmähen oder das Umsetzen des Komposthaufens - hierbei können große Pollenmengen aufgewirbelt werden.

Pollenkörner haften gut an der Kleidung. Ziehen Sie sich nicht im Schlafzimmer aus und trocknen Sie Ihre Wäsche aus diesem Grund auch nicht im Freien.

Waschen Sie abends Ihr Haar oder bürsten Sie es gründlich im Badezimmer aus. So vermeiden Sie das Einatmen der Allergene während der Nacht.

Wischen Sie die Pollen regelmäßig mit einem feuchten Lappen von den Möbeln. Bei Laminat-, Stein- oder Parkettböden hilft feuchtes Aufwischen.

Viele Automobilhersteller bieten spezielle Pollenfilter für die Lüftung an.

Entgehen Sie den Pollen während der Blütezeit durch geschickte Urlaubsplanung. Geeignete Ziele sind Hochgebirge oder Küstengebiete mit Wind von der See.

Sofern Sie noch kein Haustier besitzen, sollten Sie auch zukünftig darauf verzichten, denn es besteht die Gefahr, dass Sie auch gegen Tierhaare eine Allergie entwickeln.

Geben Sie das Rauchen auf. Die ständige Reizung Ihrer Atemwege erleichtert den Allergenen den Angriff auf die Schleimhäute.

Die spezifische Immuntherapie
Die Hyposensibilisierung ist eine Art Allergie-Impfung. Ihr überempfindliches Abwehrsystem wird hierbei regelmäßig an die Pollen gewöhnt. Durch die Anwendung modernster Allergenpräperate erzielt die Behandlung bereits bei neun von zehn Patienten eine rasche und deutliche Besserung.

Vorsicht bei bestimmten Nahrungsmitteln
Manche Nahrungsmittel besitzen Substanzen, die mit den Allergieauslösern von Gräsern und Getreiden nahe verwandt sind. Hierzu gehören hauptsächlich:
Soja (Sojabohne, Sojamehl, Sojamilch)
Getreidemehle
Erdnuss

Gaumenjucken, Entzündung der Zunge und Schwellung der Lippen nach dem Verzehr sind für Sie ein Hinweis, diese Nahrungsmittel zu meiden.

Jede Jahreszeit hat ihre Pollenallergie
Der Frühjahrs-Heuschnupfen wird durch Baumpollen Birke, Erle, Hasel, Ulme, usw. verursacht.
Der Sommer-Heuschnupfen wird verursacht durch viele Arten von Gräserpollen. Dies ist auch die häufigste Allergie-Form
Für den Herbst-Heuschnupfen sind die Verursacher Kräuterpollen, speziell z. B. Beifuss oder durch Schimmelpilzsporen

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