Samstag, 18. Juli 2009

Saccharose-Unverträglichkeit

--> -->Saccharose zählt wie andere Zuckerarten zu den Kohlenhydraten und besteht je zur Hälfte aus Glucose und Fructose. Für die Gewinnung von Haushaltszucker werden hauptsächlich Zuckerrüben und Zuckerrohr verwendet.

E 444 Saccharose - acetat isobutyrat
Es wird als Stabilisator eingesetzt und ist nur bei aromatisierten, trüben Getränken ohne Alkohol und aromatisierten, trüben Getränken mit einem Alkoholgehalt von weniger als 15%Vol. zugelassen.

Die Saccharose-Intoleranz ist eine zumeist vererbte Stoffwechselkrankheit, bei der der Haushaltszucker nicht vertragen wird. Saccharose kann nicht oder nur in kleinen Mengen im Dünndarm zu Traubenzucker aufgespalten werden. Daher gelangt der Haushaltszucker vermehrt in den Dickdarm. Es kommt zu Bauchschmerzen, Krämpfen, Durchfall und Erbrechen.

Eine Unverträglichkeit kann aber auch nach einer akuten Darmentzündung oder anderen Erkrankungen des Dünndarms, z. B. der Zöliakie auftreten. Sicher diagnostiziert werden kann Saccharose-Intoleranz mit einer Dünndarm-Biopsie.

Die Betroffenen müssen auf eine saccharosearme Ernährung umstellen. Haushaltszucker wird durch Traubenzucker, Fruchtzucker und Milchzucker ersetzt. Lebensmittel, die Saccharose enthalten, werden aus dem Speiseplan gestrichen bzw. stark eingeschränkt.

Meiden sollte man:
Süßspeisen, Süßigkeiten, Backwaren, Marmelade, Konfitüren, Nuss-Nougat-Creme, einige Brotsorten, Obstkonserven, Fruchtjoghurt, Grillsoßen, Ketchup, Remouladen, Mayonnaise, Dressings. Also alle Lebensmittel, die normal gezuckert werden. Malzzucker und Malzextrakte, Obstsäfte, Sirup, Cola, Alkohol, zuckerhaltige Limonaden, Malzbier.
Auch in Obst und Gemüse steckt Saccharose, z. B. in Ananas, Banane, Karotte, Mandrine, Mango, Rote Beete.

Vorsicht ist geboten, wenn auf der Verpackung der Lebensmittel folgendes zu Lesen ist:
Enthalten Malzzucker, Maltoextrine, Melasse, Zucker, Zuckerstoffe, Invertzucker, Invertsirup, Ahorn-, Agaven-, Akazien oder Glukosesirup, Süßstoff Isomalt.

Das Essen außer Haus ist wie bei allen Unverträglichkeiten auch hier ein Problem. Es sei denn, es werden ausdrücklich zuckerfreie Gerichte angeboten.

Erlaubt sind je nach unterschiedlicher Verträglichkeit:
Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Grapefruit, grüne Erbsen, Kohlrabi, Sellerie. Ungezuckerte Milchprodukte, Honig.
Süßes, das mit Fruchtzucker, Traubenzucker, Sorbit und Süßstoffen versetzt ist, ist in kleinen Mengen möglich.

Kuchenliebhaber müssen auf das süße Stückchen nicht verzichten. Hefeteig braucht z. B. keinen Zucker. Auch Blätterteig oder Tarteteige funktionieren prima ohne Zucker.

Genug Kohlenhydrate bekommen Sie durch Brot - möglichst selbstgebacken, Nudeln und Reis

Kommentare:

Dinkelmännchen hat gesagt…

Es gibt genug Kuchen oder Brot und Semmeln die bei dieser Unverträglichkeit vertragen werden.
Aber um sicher zu sein ist es besser man backt selbst.
Und schwierig ist das backen auf gar keinen Fall! :-)

Traut euch selbst zu backen dann wisst ihr auch was drin ist!

Anonym hat gesagt…

Leider zum Großteil falsch! Ich habe selbst eine Fructoseintoleranz und habe mich ausführlich damit beschäftigt. Fruchtzucker ist Fructose und daher das Schlimmste, was man nehmen kann... Birnen und Äpfel sind wegen des Sorbitgehaltes auf der dunkelroten Liste. Bananen hingegen sind gut verträglich, weil diese neben normalem Zucker viel Traubenzucker enthalten, der den normalen Zucker neutralisiert. Brot ist auch sehr schwer verträglich, auch wenn selbst gebacken. Nudeln sind mittelschwer bekömmlich, Reis hingegen völlig unbedenklich. Sorbit verstärkt die Fructose-Unverträglichkeit. Nicht korrekt ist auch die Bezeichnung Saccharose-Unverträglichkeit, die Unverträglichkeit tritt auf gegen die in der Saccharose zu 50% enthaltenen Fructose. Es handelt sich also um eine Fructoseunverträglichkeit.

Anonym hat gesagt…

Noch ein Fehler: die Ursachen für diese Unverträglichkeit ist bis heute nicht wirklich geklärt. Die Aussage, es sei eine Erbkrankheit, ist laut Ärzteaussagen nicht haltbar. Die Diagnose kann ganz leicht und zuverlässig gestellt werden über einen Atemtest, eine Dünndarm-Biopsie ist i.d.R. überflüssig.

Anonym hat gesagt…

Selbstverständlich gibt es eine Saccharoseintoleranz! Wer darunter leidet kann soviel Fructose oder Dextrose(Glucose) futtern wie er lustig ist. Nur der Haushaltszucker, der ja tatsächlich in vielen Produkten enthalten ist, muss gemieden werden.

Eine Fructoseintoleranz ist etwas völlig anderes! Hier kann man in der Regel von den natürlichen Zuckern nur Dextrose oder Maltose zu sich nehmen.

Letzlich muss natürlich indivduell bestimmt werden, welche Zuckerarten nicht vertragen werden. Dementsprechend muss die Ernährung mehr oder minder gravierend umgestellt werden.