Montag, 7. September 2009

Dinkel und Grünkern

Ursprünglich wurde Dinkel wegen der Hungersnot und schlechten Wettervorhersagen unreif, d.h. grün, geerntet.

Er wurde über dem Holzfeuer getrocknet und somit haltbar gemacht. Daraus entstand Grünkern.

Diese Variante des Dinkels stammt aus dem Sommer 1745:

Nach übermäßigem Regen und Überschwemmungen machten Bauern im Hohenloischen aus der Not eine Tugend.

Sie trennten das grüne, milchige Korn vom Halm und trockneten es über offenen Darren.
Dieser Vorgang ist auch heute noch sehr arbeitsintensiv. Sechs Stunden lang muss das Getreide alle 20 Minuten gewendet werden, um den exakt richtigen Trocknungsgrad zu erreichen.

Beim Darren entwickelt Grünkern sein feines Aroma, das sich in cremigen Suppen, leckeren Bratlingen und kräftigen Grützen entfaltet.

Die Nachfrage nach Dinkel und Grünkern steigt heute zu Recht wieder an.

Dinkel enthält im Vergleich zu Weizen, Roggen und Gerste biologisch hochwertiges Eiweiß und einen höheren Gehalt an wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen.

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