Donnerstag, 31. Mai 2012

Konservierungsstoffe in Kosmetika und Körperpflege-Produkten

Die wenigsten Schönheits- und Pflegeprodukte kommen ohne Konservierungsstoffe aus – verlängern sie doch deren Haltbarkeit, indem sie vor der Zersetzung durch Bakterien und Schimmelpilzen schützen. In Bezug auf Allergien sind in Kosmetik vor allem folgende Konservierungsstoffe relevant:
  • Methyldibromoglutaronnitril (MDBGN) steht auf der „Allergen-Hitliste“ des IVDK auf Platz sieben – fast fünf Prozent aller Patienten, die im Jahr 2006 auf eine Kontaktallergie getestet worden waren, wiesen für diesen Stoff eine Sensibilisierung auf. Allerdings ist MDBGN für die Anwendung in Kosmetika nicht mehr zugelassen. Als Sensibilisierungsquelle waren vor allem Leave-on-Produkte sowie feuchtes Toilettenpapier beschrieben worden, aber auch Rinse-off-Produkte wie Shampoo und Flüssigseifen.
  • Das Gemisch MCI/MI (Methylchlorisothiazolinon und Methylisothiazolinon) gehört zu den am meisten eingesetzten und allergologisch mit am umfangsreichsten untersuchten Konservierungsstoffen überhaupt. Doch seit zu Beginn der 80er Jahre die ersten Fälle von Kontaktsensibilisierungen gegen MCI/MI bekannt wurden, ist sein Einsatz in Kosmetika in Deutschland stark zurückgegangen. Sensibilisierungen erfolgen vor allem bei Leave-on-Produkten. Alternativen zum MCI/MI-Gemisch sind zum Beispiel die Verwendung von Methylisothiazolinon allein, das deutlich weniger sensibilisierend wirkt oder die Kombination mit Benzisothiazolinon.
  • Formaldehyd ist ein wirksames und günstiges Konservierungs- und Desinfektionsmittel, das über die Haut aufgenommen und bei längerem Kontakt allergisierend wirken kann. Kosmetika dürfen derzeit bis 0,2 Prozent Formaldehyd enthalten, ein Gehalt über 0,05 Prozent freiem Formaldehyd muss mit dem Hinweis „enthält Formaldehyd" gekennzeichnet sein. Allerdings ist der Einsatz von freiem Formaldehyd als Konservierungsstoff in Kosmetika stark rückläufig: Stattdessen werden Substanzen verwendet, die Formaldehyd abspalten (Formaldehyd-Libratoren).
  • Unter Parabenen versteht man verschiedene antimikrobielle Konservierungsstoffe, die in Kombination sehr effektiv wirken. Beispiele sind Butylparaben, Ethylparaben, Methylparaben und Propylparaben, die bei Allergentests als so genannter Paraben-Mix zum Einsatz kommen. Nach Einschätzung von Experten ist das Risiko einer Sensibilisierung gering im Vergleich zu dem Nutzen durch diese Konservierungsstoffe. Parabene haben eine antimikrobielle und pilzschädliche Wirkung.
  • Thiomersal, ein organischer Konservierungsstoff, ist eine quecksilberhaltige Verbindung, die in Schmink- und Abschminkmitteln für die Augen eingesetzt wird. In Allergietests reagieren vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer leichten Reaktion auf Thiomersal, ohne jedoch klinische Symptome zu haben. Solche „stummen“ Sensibilisierungen sind nach Angaben des IVDK sehr wahrscheinlich durch Impfstoffe entstanden, die Thiomersal als Konservierungsmittel enthalten. Kosmetische Produkte, die Thiomersal enthalten, müssen entsprechend gekennzeichnet sein („enthält Äthylquecksilberthiosalicylat“).
  • Isothiazolinon: Schützt Duschmitteln und Shampoos vor Zersetzung durch Bakterien und Pilze.
das habe ich hier gelesen: http://www.aktionsplan-allergien.de

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